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Wandern in Siegen – Wittgenstein. Bergwandern in den Alpen. Wandertouren, Wanderungen

Wandern in Siegen, Rundwanderwege im Siegerland, Rundwanderungen im Rothaargebirge, Rundwanderungen im Sauerland, Wandertouren im Lahn-Dill-Bergland rund um Haiger und Dillenburg. Die Wandertouren im Oberengadin, Wandertouren-Vorschläge im Bergell, eine schöne Zugspitz-Tour durch das Reintal und weitere folgen.

Wittgensteiner Schieferpfad
Wittgensteiner Schieferpfad
Trödelsteinpfad
Trödelsteinpfad
Kindelsbergpfad
Kindelsbergpfad
Trupbacher Heide
Trupbacher Heide
Langenbachtal
Langenbachtal
Heiligenborn-Sohl
Heiligenborn-Jagdberg-Sohl
Heiligenborn
Heiligenborn
Ilsequelle
Ilsequelle
Zinse-Schwarzbachtal
Zinse
Bruchhausen-Langenberg
Bruchhausen-Langenberg
Kuckucksweg
Kuckucksweg
Edersee Knorreichenstieg
Edersee-Knorreichenstieg
Rheinsteig-Siebengebirge
Rheinsteig-Siebengebirge
Reintal-Zugspitze
Wandern durch das Reintal zur Zugspitze
Maloja-Fornohütte
Forno Gletscher in Maloja
Maloja-Lunghin-Septimerpass
Wandern in Maloja über den Lunghin zum Septimerpass
Triglav-Slowenien
Wandern im Triglav in Slowenien
Ostkarpaten-Rumänien
Wandern in den Ostkarpaten in Rumänien

Warum wandern wir eigentlich

vor allem im Hochgebirge, wo es doch eine sehr schweisstreibende Angelegenheit ist? Was bringt uns das Wandern? Der Weg ist das Ziel? Wieso entspannen wir uns am besten beim Laufen und Schauen in großartigen Landschaften? Die Antworten sind spannend und sicher für jeden anders.

Wandern ist heute zumeist eine Aktivität in der Freizeit, auch aus gesundheitlichen Erwägungen. Früher hingegen war das Wandern eine notwendige Fortbewegungsart. Weil wir die ganze Woche im Büro sitzen, wandern wir am Wochenende mit dem Gefühl raus zu müssen, uns in der Natur an der frischen Luft bewegen zu wollen. Uns Stadtmenschen gibt das Überwinden einer Strecke zu Fuß das Gefühl von Freiheit, es verbindet uns mit der Natur.

„Wandern ist Gehen in der Landschaft“ …, Weitwandern, Sportwandern, Bildungswandern, Volkswandern, … und ich finde nicht zweckgebundenes Wandern am schönsten!

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Mehr Begriffe rund um Wandern hier: Wandern bei Wikipedia »

Wandern im Rothaargebirge auf dem Rothaarsteig

Der Höhenzug des Rothaargebirges erstreckt sich über das Siegerland, Wittgenstein bis ins Sauerland.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist eine der waldreichsten Regionen Deutschlands. Hier im Rothaargebirge entspringen auf den Höhen zahlreiche Quellen, die als Wanderziele sommertags sehr beliebt sind. Seltene (geschützte) Tier- und Pflanzenarten finden in den kühlen Hochwäldern und sonnigen Tälern noch ihren Lebensraum.

Ein sehr gut ausgebautes Wanderwegenetz, auch neben dem Rothaarsteig

Auf dem Rothaargebirge verlief viele Jahrhunderte die Konfessions-, Sprach- und Territorialgrenze zwischen Wittgenstein, Nassau-Siegen und dem Sauerland. Ein markanter Grenzpunkt war der Dreiherrenstein bei Zinse, hier verliefen die Grenzen Kur-Köln, Oranienburg-Nassau und Wittgenstein. Die Zeichen einer blühenden Eisen-, Stahl-, und Holzverarbeitung sind überall wandernd zu entdecken. Im Siegerland sind die Hänge der Rothaarberge häufig geprägt von typischer Haubergslandschaft.

Im Rothaargebirge wurde im Jahr 2001 der Rothaarsteig als Wanderroute eingerichtet.

Der Rothaarsteig verläuft auf einer Länge von 154 km vom sauerländischen Brilon über Wittgenstein und Siegerland bis ins hessiche Dillenburg. Beim Wandern auf dem Rothaarsteig finden sich immer wieder großartige Aussichtspunke und naturkundliche oder historische Hinweise. Sehr ausführliche Wegweiser und Markierungen machen die Orientierung leicht. Empfehlenswert sind auch die Rothaarsteig-Spuren, Wanderwege rechts und links des Rothaarsteigs, z.B. der Wittgensteiner Schieferpfad und der Trödelsteinpfad.

Wandern rund um Siegen

Siegen, „grünste Großstadt“ umgeben von ausgedehntem Wald, bietet direkt zahlreiche sehr schöne Wanderwege und Möglichkeiten, z.B. über die weite Trupbacher Heide.

Rothaargebirge bei Wikipedia »

Von Garmisch-Partenkirchen durch das Reintal zur Zugspitze wandern

Die Zugspitze, der höchste Berg Deutschlands ist im Wettersteingebirge bei Garmisch-Partenkichen. Hier ist das Wanderparadies der deutschen Alpen. In Garmisch-Partenkirchen gibt es einiges zu erwandern und zu besichtigen, z. B. Partnachklamm und Höllentalklamm, das Jagdschlösschen Schachen und das Olympia-Stadion mit Schanze.

Eine recht einfache, auch für das Wandern mit Kindern empfehlenswerte Tour (den letzten Aufstieg kann man wahlweise auch mit der Seilbahn überwinden) auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze [2962 m], führt vom Olympia-Stadion in Garmisch-Partenkirchen durch die Partnachklamm und das Reintal über die Knorrhütte und das Zugspitz-Platt auf die Zugspitze.

Zugspitze bei Wikipedia »

 

Wandern im Oberengadin

Bergwandern im Oberengadin rund um Maloja – hoher Start für Bergwanderer

Das Oberengadin im Kanton Graubünden ist eine Seeplatte auf 1600 – 1800 m Höhe. Daher das ideale Wanderparadies. Die Gipfel sind ja schon so nah, die Aufstiege [relativ] kurz. Selten ist es hier oben heiss, meistens weht ein frisches Lüftchen, dass man zum Wandern gut brauchen kann. Die Seen haben die wunderbare Alpsee-Farbe, sind aber eiskalt und nur ganz Unempfindliche wagen dort zu baden.

Am Rand des Oberengadins, im Passdorf Maloja, das schon zum Bergell gehört, geht es beschaulich zu. Vom Aussichtsturm Belvedere, in dem heute wechselnde Ausstellungen zu sehen sind, und vom Parkplatz des Hotel Kulm hat man den schönsten Blick über den Pass und das tief unten liegende Bergell. Neben dem Atelier Segantini lädt auch der Sentiero Segantini ein, das Werk des berühmten Malers Giovanni Segantini [1858 – 1899] kennen zu lernen. Der Graf Renesse hatte im 19. Jahrhundert große Pläne mit Maloja, er lies am Seeende das Maloja-Palaca als Sporthotel der Luxusklasse bauen, heute in Besitz einer belgischen Krankenversicherung, Jugendliche werden hierher zur Kur geschickt.

Cavloc See in Maloja

Die Stiftung Salecina am Ortsrand von Maloja in Orden Dent ist ein selbstverwaltetes Ferien- und Bildungshaus. 1971 gründeten Theo und Amalie Pinkus die Stiftung Salecina, die das Bauernhaus Orden, erbaut 1689, von der Familie Baldini kaufte. Im gleichen Jahr wurde hier, nach den schweren Unwettern 1927 und 1956, die immer wieder große Schäden im Bergell anrichteten, die grösste Hochwasser-Rückhaltemauer der Schweiz gebaut. 1972 wurde Salecina eröffnet. Seither ist das Haus immer wieder renoviert und erweitert worden. 1997 wurde „Culur“ von Gottfried Honegger auf der Staumauer installiert, neun jeweils einfarbige Metallsäulen und am Haus Salecina eine bunte Betonsäule.

Am Ortsausgang, nach der Kulmkanzel stürzt sich der Malojapass [1815 m] 200 Meter steil in 13 engen Kehren ins Bergell. Hermann Hesse beschloss auf der Kulmkanzel spontan über die Passstraße nach Italien zu wandern, damals war die Straße noch nicht so stark befahren. Von Chiavenna [325 m] in Italien steigt der Malojapass um 1482 m in ca. 40 km. 1820 wurde der Julierpass als Fahrstraße eröffnet, der Malojapass wurde 1828 erbaut. Damit löste diese neue Verkehrsverbindung endgültig die alte Straße über den Septimerpass ab.

Piz Lunghin [2780 m] und Piz de la Margna [3159 m] wachen am Ende des Oberengadins über dem Malojapass. Die Spazierwege rund um den Ort, zu den berühmten Gletschermühlen im Wäldchen, oder dem zauberhaften Cavloc-See, hier lässt sich geruhsam auf der Seeterasse sitzen, oder an einer der Grillstellen picknicken, bieten auch „gemächliche“ Urlaubsmöglichkeiten in dieser hohen Lage.

Links:
www.bregaglia.ch/de/maloja »
www.salecina.ch »
Oberengadin bei Wikipedia »

 

Bergwandern im Bergell

… Vicosoprano, Bondo, Promotogno, Soglio, Castasegna …

Das Bergell ist ein tief eingeschnittenes Tal zwischen Maloja [1815 m] und Chiavenna [333 m]mit sehr interessanter und [noch] überall sichtbarer Kulturgeschichte. Der Hauptort ist Vicosoprano, in Stampa gibt es die Ciäsa Granda, ein umfangreiches Museum über Geschichte, Kunst, Kultur, Dichter und Maler des Bergells.

Die Grenze nach Italien verläuft in Castasegna. Castasegna hat 2003 eine Ortsumfahrung und damit einen neuen Grenzposten bekommen. Seither ist es still in dem malerischen Grenzdorf. Die lange vergessene Villa Garbald in Castasegna, Gottfried Sempers einzigem Bau südlich der Alpen, genutzt als Seminarzentrum von der ETH Zürich, wurde renoviert und um einen zweiten neuen, sehr gelungenen Bau erweitert.

Bondo, der Geheimtipp unter den Bergeller Dörfern liegt still und verträumt abseits der Passstraße und ist Ausgangspunkt für Wanderungen im Val Bondasca. Auf dem Dorfplatz kann man im Schatten bei der Osteria Salis an heissen Mittagen seinen Gedanken ungestört bei kühlen Getränken nachhängen. Es scheint, die Zeit geht hier langsamer. Kein Lärm und keine Hektik. Gelegentlich ein Auto, langsam, auf den superengen, gepflasterten Gassen.

In Promotogno lohnt es sich,der Terasse des Hotels Bregalia [1886 erbaut] einen Besuch abzustatten und den Flair vergangener Zeiten zu erleben. Das Hotel diente früher den Reisenden, die von Italien hoch ins Engadin unterwegs waren, als Zwischenstop, um sich zu akklimatisieren. Auch Anton von Rydzewski, ein russischer Bergell-Fotograf aus dem 19. Jahrhundert, verbrachte hier seine Urlaube. 2005 war im Belvedere-Turm in Maloja eine Ausstellung seiner Fotos.

Das Bergell wird nicht langweilig. Eine Wanderung von Maloja nach Chiavenna ist eine 40 km lange Reise durch wechselnde Landschaften und Kulturen. Oben im Engadin glänzt die Welt hart und klar in der Hochgebirgsluft. Still ist es im Oberengadin, kühl, karg und erhaben. Mit jedem Schritt tiefer, Richtung Italien, verändert sich die Luft, die Farben werden weicher und wärmer, die Vegetation üppiger. Maulbeerbäume, Kastanienwälder, vereinzelte Palmen und lärmende Lebendigkeit trifft man am unteren Ende des Bergells.

In Soglio steht die Zeit still, im Sommer auch oft die Luft in der Mittagshitze. Soglio lädt zum Träumen ein. Eine Wanderung durch das Val da Cam oder über den Sentiero Panoramico nach Soglio ist ein wunderbares Erlebnis.

Die berühmten Granitberge der Sciora-Gruppe mit Piz Badile, Piz Cengalo, Gmelli und Sciora sind ein Paradies für Kletterer. In Bondo kann man am Automat eine Erlaubnis kaufen und ins Val Bondasca zum höher gelegenen Parkplatz im Wald fahren. Von dort aus folgt ein langer Aufstieg zu den Hütten, entweder zur Capanna Sasc Furä und Capanna di Sciora. Im Sommer herrscht hier reger Kletterbetrieb.

Lesetipp für Bergell-Fans:

Ursula Bauer, Jürg Frischknecht
Grenzland Bergell
Wege und Geschichten zwischen Maloja und Chiavenna.
Mit Fotos von Andrea Garbald
360 Seiten, Rotpunktverlag

Im „Grenzland Bergell“ werden auf sympatische und unterhaltsame Weise Touren für „normale“ Bergwanderer beschrieben. Mit Zeit- und Höhenangaben, Anreisehinweis zum Ausgangspunkt, Einkehrmöglichkeiten und Varianten. Ob anspruchsvolle Hochtour oder eher kleiner Spaziergang, für jeden Wanderer und jeden Ferientag ist etwas dabei.

„Grenzland Bergell“ ist nicht nur ein Wanderführer. Ob kulturell, kulinarisch, geschichtlich, architektonisch, soziologisch und was es noch so gibt: nach der Lektüre kennt der Bergell-Fan sich recht gut aus in seinem Lieblings-Tal! Wunderbare Geschichten von unbekannten und berühmten Menschen der Gegend finden sich im Buch. Klar gegliedert mit einem Kapitel Bergell von A-Z, sogar tröstliche Geschichten für den fernwehreichen Winter zuhause, bietet dieser Wanderführer.


Links

Bergell bei Wikipedia »
Capanna Sasc Furä »
bregaglia.ch/de/ »